Unternehmen & Märkte

GELD- UND WERTTRANSPORTE | 24.02.2010

Securlog-Chef verteidigt Zertifizierung nach DIN

Der Geschäftsführer des Geldtransporters Securlog verteidigt im Gespräch mit derhandel.de die DIN-Zertifizierung des Unternehmens - und wirbt für mehr Qualität in der Branche.

Securlog-Chef Lothar Thoma: DIN-zertifizierung macht Sinn. Foto: Securlog

Securlog-Chef Lothar Thoma: DIN-zertifizierung macht Sinn

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Als "erstes Unternehmen der deutschen Geld- und Werttransportbranche" ließ der Dienstleister Securlog, der auch Kunden im Einzelhandel hat, die Hauptverwaltung und die Düsseldorfer Niederlassung nach der Norm DIN 77200 zertifizieren. Demnächst sollen alle weitere Standorte das Siegel erhalten.

DIN 77200 regelt die "Anforderungen an Sicherungsdienstleistungen", die Prüfung reicht von den organisatorischen Strukturen bis hin zur Begutachtung der Qualifikation des Personals.

Die Maßnahme wurde von der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) kritisiert: Die DIN-Zertifizierung von Securlog sei "wertlos", sagte Hauptgeschäftsführer Harald Olschok: "Die DIN bezieht sich nur auf Prozesse, nicht auf Unternehmen".

Securlog und BDGW liegen im Clinch, seitdem der Dienstleister einen Sanierungstarifvertrag mit deutlichen Lohnabschlägen für die Mitarbeiter durchgesetzt hat. Seither ist das Unternehmen kein Mitglied mehr im Branchenverband.

Securlog-Geschäftsführer wirbt für Qualität


In einem Gespräch mit derhandel.de verteidigte Securlog-Geschäftsführer Dr. Lothar Thoma die Zertifizierung und wehrte die Kritik des Branchenverbandes ab: Die BDGW-Standards seien lediglich "ein Feigenblatt", die DIN-Norm dagegen seriös.

"Unter der DIN-Norm werden sogar der Angebotsprozess und die Kalkulation geprüft, genauso wie die Entlohnungsmodelle", erklärt Thoma. "Wir müssen zudem in jedem Standort eine IHK-geprüfte Werkschutzfachkraft haben, die sich um die Qualifizierung der Mitarbeiter kümmert."

Thoma wirbt überdies für mehr Qualität in der Branche: "Die Dienstleister müssen mit den Kunden Problemlösungen entwickeln, zum Beispiel für das aufwändige Handling von Münzen oder für das Monitoring von Geldkassetten".

Laut dem Securlog-Chef nutzen lediglich zehn Prozent der deutschen Einzelhändler die Dienste eines professionellen Dienstleisters für Geldtransporte - hier liegt noch großes Marktpotential. Zu den Handelskunden des Düsseldorfer Unternehmens gehören unter anderem  Edeka und die Douglas-Gruppe.

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Marcelo Crescenti

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