Unternehmen & Märkte

GROSSE EXPANSIONSZIELE | 24.02.2016

Kik liebäugelt mit den Vereinigten Staaten

"Wir hätten Kik gerne in jedem europäischen Kleiderschrank", sagt Unternehmenschef Zahn. Also drängt es den Textildiscounter in die internationalen Märkte, sogar nach Übersee. Auch für Deutschland ist Flächenwachstum vorgesehen.

Kik-Filiale, Foto: Kik

Kik-Filiale: 1.500 neue Läden in den nächsten fünf Jahren geplant. Foto: Kik

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Der Textildiscounter Kik will in den nächsten fünf Jahren in Europa mehr als 1.500 neue Filialen eröffnen. Die Zahl der Geschäfte solle von derzeit rund 3.360 auf 5.000 steigen, kündigte der neue Kik-Chef Patrick Zahn am Dienstagabend in Düsseldorf an. Er wolle das Expansionstempo beschleunigen, sagte der Manger, der seit Januar an der Spitze des Unternehmens steht. "Wir hätten gerne Kik in jedem europäischen Kleiderschrank."

Dazu sollten auch neue Länder wie Frankreich, Italien oder Spanien erschlossen werden. Bislang ist der Textil-Discounter in neun europäischen Ländern präsent.

Auch in Deutschland bleibt das Unternehmen auf Wachstumskurs. Hier sollen pro Jahre rund 30 bis 40 neue Filialen entstehen. Die Zahl der Geschäfte in Deutschland könne noch von derzeit 2.600 auf 3.000 gesteigert werden, glaubt der Manager. Weiße Flecken gebe es etwa noch in Berlin oder München. Allerdings machten es gerade in München die hohen Mieten schwer, geeignete Objekte zu finden. Langfristig könnte das Unternehmen auch den Sprung über den großen Teich wagen und versuchen in den USA Fuß zu fassen, sagte Zahn.

Profitabilität im Onlinegeschäft durch Versandpauschale


Vorher will KiK aber erst einmal seine Onlineangebote ausbauen. Dieses Jahr will das Unternehmen bis zu 2,5 Prozent seines Umsatzes im Internet erwirtschaften. Doch könne dieser Anteil langfristig auf 20 Prozent steigen, glaubt Zahn. Der Onlineshop sei auch für Kunden attraktiv, die sonst bei dem Textildiscounter Berührungsängste hätten.

Das Onlinegeschäft sei wegen der hohen damit verbunden Kosten für eine Discounter eine Herausforderung, betonte der Manager. Doch will Kik schon in diesem Jahr auch online profitabel arbeiten - auch dank der Versandkostenpauschale, die der Billiganbieter erhebt.

Eine große Herausforderung sei für den Textildiscounter der schwache Euro, sagte Zahn. Er verteuere den Einkauf spürbar, weil bei in Asien hergestellten Produkten in der Regel in Dollar abgerechnet werde. In diesem Jahr hoffe Kik noch, die Mehrkosten durch bessere Prozesse auffangen zu können. Auf Dauer seien jedoch in der gesamten Textilbranche Preiserhöhungen wohl unvermeidbar. "Aber wir werden nicht die ersten sein, die erhöhen", sagte Zahn.

dpa

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