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MODEHANDEL | 24.09.2009

H&M ist wetterfühlig und spürt die Rezession

Das Wetter war zu gut: H&M konnte den europäischen Kunden im August nicht immer günstige Kleidung anbieten. Dementsprechend brach der Umsatz in dem Monat um 11 Prozent ein.

H&M bekommt die Rezession zu spüren

H&M konnte im August kaum noch Schlussverkaufsware verkaufen, weil keine mehr da war

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Das hat sich der neue Chef Karl-Johan Persson sicher anders vorgestellt: In dem erste Finanzbericht, den der Enkel des Unternehmensgründers vorlegt,  bekommt der schwedische Bekleidungsfilialist Hennes & Mauritz (H&M) die Rezession deutlich zu spüren: Seit Dezember 2008 verzeichnet das Modeunternehmen einen kontinuierlichen Rückgang der flächenbereinigten Umsätze, im August erreichte er sogar ein Minus von 11 Prozent.

„Die schwachen Verkaufszahlen beruhen vor allem auf der weiterhin schlechten konjunkturellen Lage mit der andauernden Konsumschwäche, der harten Preiskonkurrenz sowie das unabsehbar warme Wetter gegen Ende des Quartals in weiten Teilen Europas“, schreibt das Unternehmen.

„In konjunkturell schlechten Zeiten verlangen die Kunden nach mehr Sonderangeboten. H&Ms Sommerschlussverkaufsware war zu schnell abverkauft, so dass wir im Vergleich mit den Wettbewerbern weniger reduzierte Ware im anbieten konnten.“

Nettogewinn fast unverändert


In den ersten neuen Monaten des Geschäftsjahrs 2008/09 (Stichtag: 31. August) stiegen die Bruttoerlöse insgesamt um 17,4 Prozent auf 85,9 Milliarden Schwedische Kronen (rund 8,5 Milliarden Euro). Der Nettogewinn lag nahezu unverändert bei 10,2 Millionen Kronen (rund eine Million Euro).

Flächenbereinigt ging der Umsatz in den drei Quartalen um 4 Prozent zurück. Im dritten Quartal betrug das flächenbereinigte Minus 6 Prozent. Vor allem in Märkten wie den USA, Spanien und Frankreich lief das Geschäft schlecht. In Deutschland, Schweden und Norwegen und neuen Märkten wie China waren die Erlöse hingegen "zufriedenstellend", berichtet H&M.

Umsatzplus in Deutschland


In Deutschland stieg der Umsatz um 22 Prozent auf 21,8 Millionen Kronen (knapp 2,2 Millionen Euro). In Euro betrug das Wachstum in den neun Monaten 7 Prozent; im dritten Quartal reduzierte es sich auf 4 Prozent.

Nach 13 Neueröffnungen und sechs Schließungen hatte H&M in dem Berichtszeitraum hier zu Lande 346 Geschäfte.

Sybille Wilhelm

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