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HÄNDLERMARKEN-RANKING | 12.04.2012

Die Marke Amazon ist nicht zu schlagen

Einer neuen Studie zufolge bleibt Amazon Deutschlands stärkste Händlermarke, Rewe erzielt den größten Sympathiegewinn. Verlierer sind dagegen bekannte Filialisten - darunter zwei Metro-Töchter.

Amazon ist Deutschlands beliebteste Händlermarke. Foto: Amazon

Amazon ist Deutschlands beliebteste Händlermarke. Foto: Amazon

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Nur wenigen Handelsunternehmen ist es gelungen, sich in den vergangenen zwei Jahren in der Wahrnehmung der Konsumenten zu verbessern, zeigt eine neue repräsentative Untersuchung von Batten & Company.

Die Unternehmensberatung veröffentlichte zuletzt 2009 eine Studie zur Markenstärke des Einzelhandels aus Konsumentenperspektive. Die jüngste Online-Befragung von 1.400 Konsumenten zeigt, dass die Online-Handelsplattform Amazon Rang Eins unter Deutschlands stärksten Händler-Marken verteidigen konnte - mit einem Markenstärke-Wert von 8,74 von zehn möglichen Punkten.

Rewe und dm mit starken Gewinnen


Aldi (7,91) konnte nur noch mit Mühe Rang zwei verteidigen. Denn der Drogeriefilialist dm (7,81) verbesserte sich dank starker Eigenmarken und positivem Einkaufserlebnis um zwei Plätze auf Rang drei. Auch in einer früheren Wertung der Markenberatung Interbrand musste Aldi Federn lassen.

Zu den größten Gewinnern gehört Rewe (7,42). Der Lebensmittelhändler verbesserte sich um 13 Plätze auf Rang sechs und überholte den Konkurrenten Edeka (7,32, Rang sieben).

Rewe punktet mit Formatdifferenzierung (zum Beispiel Rewe City), klar positionierten Eigenmarken, Nachhaltigkeitsstrategie und Standortrenovierungen, loben die Berater. Auch Karstadt (7,28) schafft durch die tiefgreifende Umstrukturierung seiner Warenhäuser den Sprung von Rang 17 in die Top 10.

Das Händlermarken-Ranking

Händlermarken-Ranking: Die Top 30

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Verlierer: MediaMarkt, Saturn, Kik


Die größten Verlierer sind die Metro-Töchter MediaMarkt (6,73) und Saturn (7,01). Insbesondere auf Grund dramatischer Sympathieverluste fallen die beiden Elektronikfachhändler um bis zu 24 Plätze ab.

Schlecker (5,91) und Kik (5,81) erleiden ebenfalls deutliche Einbußen gegenüber der Vorgängerstudie und landen abgeschlagen auf den hinteren Rängen. Hier wurden überholte Geschäftsmodelle und schlechte Mitarbeiterführung konsequent abgestraft, heißt es in der Studie.

Der Online-Schuhhändler Zalando (6,57) ist dagegen der Einsteiger des Jahres 2011: Das Unternehmen wurde erstmals bewertet und belegt auf Anhieb Rang 33.

Insgesamt ist es den deutschen Händlermarken nur bedingt gelungen, sich bei den Verbrauchern nachhaltig zu profilieren, zeigt die Studie. Branchenübergreifend habe im Vergleich zur Studie von 2009 die Stärke sämtlicher Marken abgenommen, schreiben die Experten von Batten & Company.

DH

Diskutieren Sie mit - im E-Commerce-Blog etailment: Dramatischer Sympathieverlust für Media-Markt und Saturn.

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