Sonntag 26.05.2013
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Karstadt reduziert die Belegschaft
Zur Forderung der Gewerkschaft Verdi, auf betriebsbedingte Kündigungen ganz zu verzichten, äußerte sich das Unternehmen weiter nicht. Karstadt spricht von einem "primär sozialverträglichen" Prozess bis Mitte 2014.
Mit dem Sanierungstarifvertrag, der ab dem 1. September 2012 nicht mehr gilt, hatten die rund 25.000 Beschäftigten jahrelang auf das Urlaubsgeld, einen Großteil des Weihnachtsgeldes und weitere tarifliche Leistungen verzichtet. Verdi beziffert den Entgeltverzicht auf knapp 150 Millionen Euro in drei Jahren. Der Karstadt-Sprecher sprach von rund 8 Prozent der Bezüge.
Erhöhte Personalkosten
Mit dem Verzicht auf das Geld hätten die Beschäftigten einen wichtigen Beitrag zur Sanierung geleistet. Ab sofort müssen sie wieder mehr bekommen. Für Karstadt fallen nun jährlich zusätzlich 50 Millionen Euro Personalkosten an.
Wegen des hohen Teilzeitanteils im Unternehmen befürchtet Verdi, dass mit dem Abbau von 2.000 Vollzeitstellen bis zu 3.000 Menschen ihre Jobs verlieren könnten.
Geschäftsführer Andrew Jennings meldete zuletzt, dass 30 Prozent seines strategischen Plans "Karstadt 2015" erreicht worden seien - und kündigte die Einführung neuer Modemarken und die Modernisierung weiterer Filialen an.
dpa
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