Unternehmen & Märkte

KARSTADT-ZUKUNFT | 14.09.2012

Karstadt soll modischer werden

Zum Start der Herbst- und Winter-Saison führt der Warenhausbetreiber Karstadt neue Modemarken ein. Derweil fordert die Gewerkschaft weiter Klarheit über den geplanten Stellenabbau.

Die Karstadt-Filiale in Karlsruhe wurde renoviert. Foto: DH

Die Karstadt-Filiale in Karlsruhe wurde renoviert

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Die versprochene "Herbstoffensive" des Karstadt-Chefs Andrew Jennings nimmt Konturen an. Auf neu gestalteten Modebereichen werden in vielen Filialen des Warenhausbetreibers laut Unternehmen "über 50 neue internationale Fashion-Labels" eingeführt.

Die Markenoffensive ist Teil von Jennings' Strategie "Karstadt 2015". Dabei sollen die Sortimente verjüngt, die Produkte exklusiver und die Filialen moderner werden.

Die Modelabels werden schrittweise eingeführt und wurden zunächst in der renovierten Filiale in Karlsruhe vorgestellt, die an diesem Donnerstag neu eröffnet wurde.

Modekompetenz deutlich zeigen


Das Karstadt-Haus in der Kaiserstraße war schon vor dem Umbau eine Perle des Karstadt-Portfolios. Nun wurde die Karlsruher Filiale mit 20.000 Quadratmetern Verkaufsfläche nach einer viermonatigen Bauzeit neu eröffnet.

Zu den neuen Labels gehören unter anderem French Connection, G-Star, Calvin Klein Jeans, Cinque, Day Birger et Mikkelsen, Replay, Tom Tailor, Kurt Geiger und Lauren. Die Eigenmarken Peckott, She, Yorn und Zanon&Zago runden das Angebot ab.

Die Modekompetenz von Karstadt soll das Model Lena Gercke ("Germany's next Topmodel") unterstreichen, die für das Warenhaus neuerdings wirbt. Die neuen Marken sind auch in weiteren Standorten wie Münster, Hamburg, Berlin, Düsseldorf und München sowie im Onlineshop erhältlich.

"Die Belegschaft hat das nicht verdient"


Zur Strategie "Karstadt 2015" des Kaufhauschefs Jennings gehört jedoch auch einen massiven Arbeitsplatzabbau im Konzern und in den Filialen, nachdem Ende August der Sanierungstarifvertrag ausgelaufen ist.

Mehr als 3.000 Mitarbeiter könnten betroffen sein. Bei der Gewerkschaft Verdi wächst die Ungeduld darüber, dass der Konzern seine Pläne nicht konkretisiert.

"Das wird eine harte Auseinandersetzung, denn eine Belegschaft, die in den letzten Jahren Achterbahn gefahren ist ... hat es nicht verdient, dass man mit ihnen so umgeht", sagte unlängst Verdi-Funktionär und Karstadt-Aufsichtsrat Johann Rösch gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Zur Forderung der Gewerkschaft Verdi, auf betriebsbedingte Kündigungen ganz zu verzichten, äußerte sich das Unternehmen bislang nicht. Karstadt spricht von einem "primär sozialverträglichen" Prozess bis Mitte 2014.

DH

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