Unternehmen & Märkte

KARSTADT-INSOLVENZ | 05.03.2010

Karstadt will nach dem Verkauf in die Fläche investieren

Karstadt hat nach Informationen von Der Handel einen Investitionsplan für die Zeit nach dem Verkauf des Unternehmens ausgearbeitet. Es soll endlich wieder in die Fläche investiert werden.

Foto: Marcelo Crescenti

Unter anderem in den Standort Bielefeld soll nach dem Verkauf investiert werden.

+

Derzeit schauen sich einige potenzielle Käufer im Datenraum von Karstadt die Zahlen des Unternehmens an, darunter sollen auch ausländische Gruppen sein. Wenn der Verkaufsprozess des insolventen Unternehmens abgeschlossen und einen Investor gefunden wurde, soll zügig in die Filialen investiert werden.

Dies sieht zumindest ein Investitionsplan vor, der vom Karstadt-Management ausgearbeitet wurde. Wie mehrere Quellen gegenüber Der Handel berichten, stehen dabei nicht nur Großprojekte im Fokus, sondern viele kleine Investitionen in den Filialen ­- je nach dem individuellen Bedarf der einzelnen Standorte.

Dabei soll das Warenangebot zum einen gestrafft, zum anderen stärker zentral gesteuert werden. Den einzelnen Häusern soll demnach weniger Freiheit bei der Auswahl des Sortiments eingeräumt werden als heute.

Fünf Bausteine für Filialsortimente


Es wurden fünf Bausteine entwickelt, die je nach Größe der Filiale angewendet werden. Dieses modulare System soll darüber bestimmen, welches Sortiment in welcher Filiale geführt wird.

Neben den kleinen Investitionen stehen auch zwei größere Projekte an: der Umbau der Filialen in Mainz und Bielefeld. Wie derhandel.de berichtete, sollen diese Standorte in Zusammenarbeit mit dem Duisburger Projektentwickler Multi Development Germany GmbH zu Einkaufszentren umgebaut werden, in denen Karstadt mit weniger Fläche präsent sein wird.

In den vergangenen Jahren krankten viele Karstadt-Filialen an mangelnden Investitionen in der Fläche. Nun wurde der konkrete Bedarf in den Standorten ermittelt. Doch letztlich müssen alle geplanten Ausgaben vom künftigen Besitzer abgesegnet werden.

Bestandsgarantie für drei Jahre


Die aktuell 91 Filialen des Warenhausbetreibers haben eine Bestandsgarantie für drei Jahre. Dies haben die Insolvenzverwaltung und die Gewerkschaft Verdi im Rahmen eines Sanierungstarifvertrags vereinbart.

Trotz Insolvenz hat Karstadt in den vergangenen Wochen zaghafte Versuche gestartet, um das eigene Marketing wieder anzukurbeln. So wurden zum Beispiel einige Häuser im Rahmen einer Werbekampagne in "Sparstadt"-Filialen umbenannt. In vielen Städten sollen zudem Verkaufsveranstaltungen für Frauen stattfinden.

Mehr Infos über Karstadt


Klicken Sie hier für eine Reportage über mehr als 50 Karstadt-Filialen bundesweit. Auch in Mainz und Bielefeld war die Redaktion von Der Handel vor Ort.

Eine Bildergalerie mit über 50 Karstadt-Filialen in der Bundesrepublik finden Sie hier.

Marcelo Crescenti

Anzeige

 


Diesen Artikel verlinken:

Impressum | Datenschutz | Kontakt

Copyright: Deutscher Fachverlag GmbH; Anregungen & Kommentare an info@derhandel.de
Credits: Konzept & Layout SamArt Gbr
Credits: Konzept, Projektmanagement, Programmierung und technische Realisation dfv Internet-Service

Anzeige

 

Anzeige

 

Printausgabe

Der Handel Ausgabe 2/2012

Die neue Ausgabe vom Wirtschaftsmagazin Der Handel ist erschienen!

zum Inhalt »
Infos zum Abo »

 

Frage des Tages - jetzt abstimmen!

Schlecker ist insolvent. Ist die Drogeriekette noch zu retten?

Nein, so will heute niemand mehr einkaufen.
Ja, mit einem radikalen Gesundschrumpfen.
Mal sehen. Erst einmal muss ein neues Konzept her.
Zur Ergebnissseite »

 

Jobbörse

Sie suchen einen neuen Job im Handel? Wir bieten Ihnen tausende von Angeboten.

Jetzt suchen »

Powered by monster.de