Unternehmen & Märkte

SCHLECKER-INSOLVENZ | 04.09.2012

Kirche will Schlecker-Frauen mit Spendengeldern helfen

Rund 80 Prozent der ehemaligen Schlecker-Beschäftigten sind immer noch arbeitslos. Ein gemeinsamer Solidaritätsfonds der katholischen und der evangelischen Kirche soll nun in Notfällen helfen.

Foto: Hanno Bender

Kirchen und Gewerkschaften wollen in Notfällen finanziell unterstützen.

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In Not geratenen Ex-Schlecker-Mitarbeitern soll durch Spendengelder geholfen werden. Dazu rief die Paul-Schobel-Caritas-Stiftung den bundesweiten Solidaritätsfonds "Schlecker-Beschäftigte" ins Leben, wie die Organisatoren am Dienstag in Stuttgart mitteilten.

Für den Fonds seien bisher 16.000 Euro gespendet worden. Er wird von Vertretern der katholischen Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart, des kirchlichen Diensts in der Arbeitswelt der evangelische Kirche in Baden und Württemberg sowie des einstigen Schlecker-Betriebsrats und der Gewerkschaft Verdi unterstützt.

In der Regel soll eine einmalige Geldleistung in Höhe von bis zu 400 Euro gewährt werden, wie Paul Schobel von der katholischen Betriebsseelsorge sagte. Die Anträge würden zuvor von einen Gremium geprüft.

Nicht einmal jeder Vierte Beschäftigte wieder in Arbeit


Die Summe sei ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber dadurch könne im Einzelfall den Betroffenen konkret geholfen werden. "400 Euro sind viel Geld, wenn der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht", sagte die ehemalige Schlecker-Betriebsratschefin Christel Hoffmann.

Durch die im Januar bekanntgewordene Schlecker-Insolvenz verloren gut 25.000 Beschäftigte ihren Job - zumeist Frauen. Nicht einmal jeder Vierte, der sich bei Schlecker seit dem Insolvenzantrag arbeitslos meldete, hat inzwischen wieder einen neuen Arbeitsplatz.

Wie ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit der Zeitung "Heilbronner Stimme" sagte, meldeten sich bis zum 21. August 22 709 Ex-Mitarbeiter von Schlecker arbeitslos. 15 639 seien immer noch erwerbslos, davon nähmen 7127 an Qualifikationsmaßnahmen teil. 5170 hätten wieder eine Arbeit gefunden - das sind gerade einmal 22,8 Prozent.

dpa

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