Mittwoch 23.05.2012
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Unternehmen & Märkte

Die Menschen gehen nach wie vor gerne shoppen
Die aktuelle GfK-Konsumklimastudie prognostiziert nach 3 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten. Damit verbessert sich das Konsumklima stärker als im Vormonat. Im längerfristigen Vergleich bleibt es jedoch auf einem recht niedrigen Niveau.
Härtetest für Konsum steht noch bevor
Die Inflation schwindet und den Bürgern bleibt mehr Geld im Portemonnaie. Dies honorieren die Konsumenten mit einer abermals steigenden Einkommenserwartung. Zudem sorgen stabile oder sogar sinkende Preise dafür, dass die Anschaffungsneigung im Juli von allen Indikatoren am stärksten gewinnt.
Neben den günstigen Preisen spielt nach Meinung der Nürnberger Konsumbeobachter auch eine wichtige Rolle, dass der Arbeitsmarkt bislang noch nicht eingebrochen ist. Allerdings dürfte der Härtetest für das Konsumklima noch bevorstehen, sollten die Arbeitslosenzahlen im Spätherbst wieder stärker steigen.
Verbesserung setzt sich fort
Laut GfK glauben die Verbraucher, dass die steile Talfahrt der Konjunktur zum Stillstand gekommen ist, wenngleich sie die Rezession nicht für überwunden halten. Damit teilen die Verbraucher die Einschätzung mehrerer Konjunkturexperten, die zu einer ähnlichen Wertung kommen.
So geht die Deutsche Bundesbank in ihrem kürzlich veröffentlichten Monatsbericht davon aus, dass der freie Fall der deutschen Wirtschaft vorerst gestoppt ist. Auch der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Juli zum vierten Mal in Folge und stützt damit diese These.
Einkommenserwartung wieder im positiven Bereich
Nach einem deutlichen Plus von 6 Punkten im Vormonat gewinnt die Einkommenserwartung im Juli noch einmal gut 5 Zähler hinzu. Aktuell weist der Indikator 1,8 Punkte auf. Damit liegt er zum ersten Mal seit April 2008 wieder im positiven Bereich.
Neben dem Verschwinden der Inflation helfen die Rentenerhöhungen zum 1. Juli und die Entlastungen durch das Konjunkturpaket die Einkommensstimmung zu verbessern, so die GfK. Diese Maßnahmen in Verbindung mit stabilen Preisen stützen die Einkommensaussichten weiter.
Deutliche Zuwächse bei der Anschaffungsneigung
Die Anschaffungsneigung verbessert ihr ohnehin gutes Niveau im Juli dieses Jahres noch einmal spürbar. Mit einem Plus von 10,6 Punkten fällt der Zuwachs sogar zweistellig aus. Aktuell weist der Indikator nun 25,1 Zähler auf. Im Vorjahresvergleich verbessert er sich um gut 51 Punkte.
Vor allem das niedrige Preisniveau ist momentan ein wesentlicher Impuls für die Konsumneigung. Bereits in der Vergangenheit zeigte sich wiederholt ein direkter Zusammenhang zwischen den Preiserwartungen der Verbraucher und ihrer Bereitschaft zu konsumieren.
Förderlich für die Anschaffungsneigung dürfte zudem die Tatsache sein, dass aufgrund des derzeitig niedrigen Zinsniveaus und infolge der Finanzkrise das Sparen nicht sehr hoch im Kurs steht. Dies belegt die rückläufige Sparneigung.
DH
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