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LEBENSMITTELHANDEL | 09.01.2009

Edeka strotzt vor Zufriedenheit

Alle reden von Wirtschaftskrise - Edeka nicht. Der Lebensmittelhändler freut sich über das Weihnachtsgeschäft und die erreichten Wachstumsziele. Und hat eine Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet.

Edeka-Chef Mosa. Foto: obs/Edeka

Edeka-Chef Mosa: Umsatzziele sogar übertroffen.

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"Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Weihnachtsgeschäft mit über den Erwartungen liegenden Umsätzen, so dass wir zuversichtlich ins neue Jahr starten", sagte Edeka-Chef Markus Mosa am Freitag in Hamburg.

Die Edeka-Gruppe habe sich besser als die Branche entwickelt. "Wir haben unsere Wachstumsziele für 2008 sicher erreicht, wenn nicht sogar übertroffen", sagte Mosa.

Angepeilt war für 2008 ein Umsatzwachstum von fünf Prozent. Auch die Übernahme der mehr als 2300 Plus-Filialen laufe "planmäßig". Bis Ende 2010 sollen rund 1.500 der Plus-Filialen in Netto-Filialen umgewandelt werden.

Kooperationen mit WWF und Öko-Institut


Bereits im November hatte Mosa in einem Interview mit "Spiegel Online" optimischtisch vorhergesagt, dass sein Unternehmen von den Weltwirtschaftsturbulenzen verschont bleiben wird. "Ich gehe nicht davon aus, dass uns die Krise in absehbarer Zeit treffen wird. Der Lebensmittelhandel zählt zu den stabilsten Branchen."

Edeka ist nicht nur stabil, sondern will auch umweltbewusster werden. Der Händler hat heute eine Nachhaltigkeits- Strategie vorgestellt, zu der unter anderem Kooperationen mit der Umweltstiftung World Wildlife Found (WWF) und dem Freiburger Öko-Institut gehören.

Nachhaltiger Fisch


Deutschlands größter Lebensmittelhändler will bis Ende 2011 ausschließlich Fisch aus nachhaltiger Fischerei in seinen Märkten anbieten. Dazu sollen sich die Lieferanten an Nachhaltigkeitskriterien wie dem MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) ausrichten.

Auch Fisch aus Aquakulturen soll bis 2011 die anerkannten Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Darüber hinaus hat der Lebensmittelhändler gemeinsam mit dem Freiburger Öko-Institut eine Wirkstoff-Risikoliste erarbeitet, die Obst- und Gemüseproduzenten über die Risiken beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aufklärt und die Reduzierung von als "rot" eingestuften Wirkstoffen fordert.

"Unsere Rückstandsdatenbank ermöglicht uns, die schwarzen Schafe zu identifizieren und von der Belieferung auszuschließen", sagte Mosa. Konkrete Schritte will die Edeka-Gruppe auch für den Klimaschutz unternehmen.

ges/dpa

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