Donnerstag 09.02.2012

Unternehmen & Märkte

DISCOUNTER | 11.09.2009

Lebensmittelhandel dreht an der Preisschraube

Der Preiskampf im Lebensmittelhandel wird nach dem Ende der Hauptferienzeit mit harten Bandagen fortgesetzt: Aldi, Edeka, Norma und Penny kündigen Preissenkungen an.

Nicht nur Aldi, auch Edeka kündigt fallende Preise an.

Nicht nur Aldi, auch Edeka kündigt fallende Preise an.

+

Aldi läutete am heutigen Donnerstag die neunte Preissenkungswelle des Jahres in der Branche eine. Der Discounter setzte den Rotstift unter anderem bei Käse und Fischstäbchen an, wie aus Anzeigen hervorgeht. Die Preissenkungen von Aldi Süd lagen bei diesen Produkten zwischen 6 und 23 Prozent.

Champagner wurde um 18 Prozent billiger. Tiernahrung und Reinigertabs für Geschirrspüler wurden ebenfalls heruntergesetzt. Die Konkurrenz reagierte prompt. Einige Lebensmittelhändlern senkten die Preise für einzelne Produkte zum wiederholten Mal. Eine weitere Preissenkungsrunde ist nach Expertenansicht nicht ausgeschlossen.

Billigere Rohstoffe als Hintergrund


Edeka, Deutschlands größter Lebensmittelhändler, zückt ebenfalls den Rotstift. Die Preissenkungen beträfen aber nicht Markenprodukte, sondern Artikel im Preiseinstiegsbereich. Wegen billigeren Rohstoffen seien die Preise in diesem Jahr stark gesunken. "Der Einzelhandel ist das tagtägliche Konjunkturprogramm für den Verbraucher - nachhaltiger als die Abwrackprämie", sagte die Sprecherin.

Auch die Edeka-Tochter Netto Marken-Discount macht mit: "Wir nehmen den Branchentrend auf und werden die Preisen für Weine, Geschirrspülmittel, Tiernahrung und weitere Produkte ebenfalls senken", sagte eine Sprecherin.
2009 sei rund 860 mal der Rotstift bei Produkten angesetzt worden.

Beim Milchpreis ist der Tiefpunkt erreicht


Die Rewe-Discounttochter Penny kündigte ebenfalls Preissenkungen von Joghurt über Käse und Fisch bis hin zu Wein und Champagner an. Der Discounter Norma erklärte, dass pünktlich zum Herbstanfang die Preise fallen - angefangen bei Käse bis hin zu Tiernahrung.

Handels-Experte Boris Planer vom Forschungsunternehmen Planet Retail verwies darauf, dass die Rohstoffpreise gegenüber dem Tiefpunkt Ende 2008 wieder merklich angezogen haben. Dies spürten die Verbraucher aber nur zeitversetzt, da die Verträge zwischen der Lebensmittel-Industrie und dem Lebensmittel-Handel oftmals Laufzeiten von mehreren Monaten hätten.

Bei Milch sei der Preistiefpunkt inzwischen sicherlich erreicht. Bei anderen Produkte gebe es möglicherweise noch Spielraum.

dpa

Anzeige

 


Diesen Artikel verlinken:

Impressum | Datenschutz | Kontakt

Copyright: Deutscher Fachverlag GmbH; Anregungen & Kommentare an info@derhandel.de
Credits: Konzept & Layout SamArt Gbr
Credits: Konzept, Projektmanagement, Programmierung und technische Realisation dfv Internet-Service

Anzeige

 

Anzeige

 

Printausgabe

Der Handel Ausgabe 2/2012

Die neue Ausgabe vom Wirtschaftsmagazin Der Handel ist erschienen!

zum Inhalt »
Infos zum Abo »

 

Frage des Tages - jetzt abstimmen!

Schlecker ist insolvent. Ist die Drogeriekette noch zu retten?

Nein, so will heute niemand mehr einkaufen.
Ja, mit einem radikalen Gesundschrumpfen.
Mal sehen. Erst einmal muss ein neues Konzept her.
Zur Ergebnissseite »

 

Jobbörse

Sie suchen einen neuen Job im Handel? Wir bieten Ihnen tausende von Angeboten.

Jetzt suchen »

Powered by monster.de