Unternehmen & Märkte

LEBENSMITTELPREISE | 29.10.2009

HDE will keine Einmischung der EU

Der EU-Kommission sind die Lebensmittelpreise zu hoch und sollen künftig überwacht werden. Der Handelsverband HDE kritisiert das Vorhaben und verweist auf den Preiswettbewerb in Deutschland.

HDE-Chef Stefan Genth: funktionierender Wettbewerb

HDE-Chef Stefan Genth: funktionierender Wettbewerb

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Die Rohstoffe aus der Landwirtschaft seien zuletzt deutlich günstiger geworden, die Lebensmittelpreise lägen jedoch weiter auf einem hohen Niveau, erklärte die EU-Kommission - und forderte mehr Transparenz "vom Bauernhof bis auf den Teller".

"In Deutschland funktioniert der Preiswettbewerb. Es gibt keinen Anlass für das von der Europäischen Union gestartete Preismonitoring," schießt Stefan Genth zurück, Chef des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE).

Niedrige Gewinnmargen als Beweis


Eine europaweite Überwachung der Preisentwicklung durch die EU-Kommission sei nicht notwendig, argumentiert Genth. Im deutschen Lebensmittelhandel seien die Gewinnmargen niedrig. Das sei eine Folge des funktionierenden Wettbewerbs, sagte der HDE-Chef.

Genth erklärte, der HDE werde die in der Mitteilung der EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen auch über den europäischen Dachverband des Handels, EuroCommerce, kritisch verfolgen.

Preise weitestgehend stabil


Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen in den ersten neun Monaten lediglich um rund 0,2 Prozent. Ursache sind vor allem die fallenden Preise für Rohstoffe und Nahrungsmittel.

Die Handelskunden mussten in den ersten neun Monaten des Jahres für einen durchschnittlichen Warenkorb etwa 0,4 Prozent weniger ausgeben als im Vorjahr, sagt der HDE. Auch für das gesamte Jahr rechnet der Verband mit weitgehend stabilen Preisen.

DH

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