Unternehmen & Märkte

DISCOUNTER | 19.02.2010

Lidl: Ombudsmann soll Korruption verhindern

Der Discounter Lidl hat einen Vertrauensanwalt bestellt, der Hinweisen über mögliche Unregelmäßigkeiten nachgehen soll. Auf diese Weise will Lidl Korruptionsfälle frühzeitig aufdecken, meldet die Lebensmittelzeitung.

Lidl möchte Fälle von Korruption frühzeitig aufdecken.

Lidl möchte Fälle von Korruption frühzeitig aufdecken.

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In den vergangenen Wochen hatte der Discounter Post an sämtliche Geschäftspartner verschickt. Darin schreibt das Unternehmen, dass es sich mit der Benennung eines Vertrauensanwalts gegen "wachsende Gefahren der Wirtschaftskriminalität" wappnen will, schreibt das Branchenblatt.  

Wirtschaftskriminalität umfasst für den Discounter alle strafbaren Handlungen, wie zum Beispiel Betrug, Diebstahl und Untreue. Als weitere Beispiele werden Wettberwerbsverstöße, Korruption und Bestechlichkeit angeführt. 

Anwalt unterliegt Schweigepflicht


Für kriminelle Machenschaften sei im Unternehmen kein Platz, so Lidl in dem Schreiben weiter. Der Vertrauensanwalt unterliege der Schweigepflicht. Der jeweilige Hinweisgeber könnte bestimmen, welche Informationen letztlich an Lidl weitergegeben werden.

Laut der Lebensmittelzeitung ist mit dem Mainzer Rechtsanwalt Volker H. Hoffmann ein erfahrener Jurist mit der Aufgabe betraut, der früher als Staatsanwalt für Wirtschaftsstraftaten aktiv war.  

Kampf gegen Korruption


Darüber hinaus gäbe es mit Bernd Ungerer bei Lidl jetzt auch einen Anti-Korruptions-Beauftragten, der direkt in der Neckarsulmer Lidl-Zentrale säße. 

Lidl ist derzeit nicht nur mit dieser Maßnahme gegen Korruption in den Medien präsent. Erst vor einigen Tagen hatte sich Lidl-Aufsichtsratschef Klaus Gehrig in einem Brief dafür ausgesprochen, "dass im Einzelhandel unbedingt Mindestlöhne eingeführt werden müssen". Daraufhin erklärte der Handelsverband HDE seine Absicht, bis 2011 ein Mindesteinkommen für die Handelsbranche einzuführen.

DH

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