Unternehmen & Märkte

LOGISTIK | 19.04.2012

Metro ordnet die Lieferketten neu

Die Metro-Gruppe bündelt ihre nationale und internationale Logistik künftig unter einem Dach. Außerdem werden die Ländergesellschaften von Spanien und Portugal zusammengelegt.

Vor allem Real und Cash+Carry sollen von verbesserten Logistikleistungen profitieren. Foto: Metro

Vor allem Real und Metro Cash+Carry sollen von verbesserten Logistikleistungen profitieren

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Die Metro bündelt ihre vertriebslinien-übergreifenden Logistikaktivitäten künftig unter einem Dach. Ab dem 1. Juli soll die neue Metro Logistics sowohl die Logistikdienstleistungen für die Vertriebslinien in Deutschland als auch die internationale Logistik verantworten.  

Metro Logistics besteht künftig aus zwei Einheiten: Metro Logistics Germany ist für die Lager- und Distributionslogistik sowie die Beschaffungslogistik in Deutschland und den angrenzenden Ländern zuständig, Metro Logistics International Supply konzentriert sich auf die internationalen Logistikaktivitäten.

Nur noch zwei operative Einheiten


Der Niederländer Jeroen Janssen Lok, bislang Geschäftsführer der MGL Metro Group Logistics (MGL), wird auch CEO der neuen Logistikgesellschaft. Die bisherigen Logistikgesellschaften Metro Group Logistics, Metro Group Logistics Warehousing, Metro International Supply sowie der Bereich Corporate Cross Border Logistics der Metro AG sollen nach Umfirmierung und Zusammenlegungen unter dem neuen Dach der Metro Logistics geführt werden.

Ziel der Neuorganisation sei nicht nur Prozesse zu vereinfachen und Kosten zu sparen, teilt der Konzern mit. "Wir richten uns damit zudem verstärkt auf strategische Aktivitäten wie Belieferung oder E-Commerce aus, die in hohem Maße von einem optimalen Lieferketten-Management abhängig sind", betont Janssen Lok.
 

Warenlager in Sarstedt wird geschlossen


Im Rahmen der Neu-Organisation sollen die Verwaltungsfunktionen der MGL am Lagerstandort Sarstedt bis Mitte 2013 nach Düsseldorf verlegt werden. Allen Verwaltungsmitarbeitern soll ein Arbeitsplatz in Düsseldorf angeboten werden.

Die für die IT zuständigen Abteilungen sollen bereits zum Oktober 2012 auf die Konzerngesellschaft Metro Systems übergehen und im Raum Hannover verbleiben. Darüber hinaus plant die MGL bis spätestens Ende 2013 den Betrieb ihres Warenlagers in Sarstedt schrittweise einzustellen. Für die 235 Mitarbeiter des Lagers soll ein entsprechender Sozialplan verabschiedet werden.

Die von Sarstedt aus verteilten Sortimente sollen künftig in den Lagern Bremen, Altlandsberg und Essen bearbeitet werden.

Makro Portugal wird Spanien angegliedert


Die Metro Group kündigte außerdem an, die Ländergesellschaften von Makro Cash & Carry in Spaniel und Portugal zu verschmelzen. Mit Wirkung zum 1. Mai werden die beiden Landeszentralen zu einer neuen gemeinsamen Zentrale mit Sitz in Madrid zusammengelegt. Von der schlankeren Verwaltung und Synergien im Einkauf verspricht sich der Konzern unter anderem Einsparungen von "mehreren Millionen Euro".
 
Trotz umfangreicher Maßnahmen in den vergangenen Jahren habe Makro Portugal nicht seine Leistungsziele erreicht. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld mit einem rückläufigen Bruttoinlandsprodukt, einer zweistelligen Arbeitslosenquote und einer sehr hohen Inflationsrate übt zusätzlichen Druck auf die Organisation aus.

150 portugiesische Mitarbeiter werden entlassen


Im Rahmen der Umstrukturierung werden weite Teile der Verwaltung von Makro Portugal nach Madrid verlegt. Darüber hinaus wird der Makro Standort in Aveiro geschlossen und die Zahl der portugiesischen Großmärkte damit auf zehn verringert. Bis Ende 2012 reduziert sich die Zahl der Mitarbeiter in Portugal damit um etwa 150; rund 90 davon in der Zentrale und weitere 60 im Markt in Aveiro.

Neben den organisatorischen Veränderungen soll auch das Kerngeschäft durch die Steigerung bestehender Einkaufsynergien zwischen den beiden Ländern, einen höheren Eigenmarkenanteil und die Überprüfung des derzeitigen Sortiments und der Platzierungen neu ausgerichtet werden.

Die Metro Group erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 67 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist mit den Vetriebslinien Metro/Makro Cash & Carry, Real, Galeria Kaufhof, Media-Markt und Saturn in 33 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt über 280.000 Mitarbeiter.

DH


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