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MARKENARTIKEL | 20.07.2009

Ost-Marken schütteln DDR-Ruf ab

Marken aus den neuen Bundesländern haben ihren Ruf als Ostprodukt weitgehend abgelegt, zeigt eine Studie. Für Konsumenten spielt der Ursprung einer Marke inzwischen kaum noch eine Rolle.

Foto: Rotkäppchen

Rotkäppchen-Sekt: Ostdeutsche Wurzeln werden nicht mehr wahrgenommen.

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Rotkäppchen-Sekt, Radeberger Bier oder Spreewald-Gurken werden weder in den neuen noch in den alten Bundesländern als typische ostdeutsche Produkte wahrgenommen. Stattdessen werden die Artikel in West und Ost gleichermaßen geschätzt.

Das ergab eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des Magazins „Wirtschaftswoche" und der Agentur „diffferent". Danach spielt der Ursprung einer Marke für die Konsumenten inzwischen kaum noch eine Rolle.

Ostdeutsche kennen Ostprodukte nicht mehr


Während es immer noch typische Ostprodukte im Supermarkt zu kaufen gibt, hat es keine einzige ostdeutsche Marke in der Umfrage geschafft, das Lebensgefühl der Ossis zu repräsentieren.

Deutsche aus Ost und West identifizieren sich ausschließlich mit westdeutschen Traditionsmarken. 64,9 Prozent aller Deutschen nennen Marken wie Adidas, Nivea und Esprit, wenn sie ihr persönliches Lebensgefühl beschreiben sollen.

Selbst in den neuen Bundesländern sind ostdeutsche Marken nicht mehr bekannt. So fallen den ostdeutschen Konsumenten auf Anhieb nur die Marken Rotkäppchen (24 Prozent), Spreewald-Gurken (14,2 Prozent) und der Trabant (5,7 Prozent) ein. Dabei ist gerade der Trabant für immerhin 13,6 Prozent der Westdeutschen nach wie vor Symbol der ostdeutschen Markenwelt.

Für die Studie wurden rund tausend Bundesbürger in Ost und West befragt.

Der Handel / dpa

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