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MARKENPFLEGE | 24.07.2013

Zalando ohne Boss

Die Modemarke Boss wird ab der kommenden Saison nicht mehr beim Onlinehändler Zalando verkauft. Denn dieser Vertriebskanal passt nicht zum Image einer Premiummarke, findet der Hersteller.

Foto: Hugo Boss

Mode von Boss gibt es künftig bei Zalando nicht mehr

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Hugo Boss will seine Kernmarke Boss deutlicher im Premium-Segment positionieren. Nach der Entscheidung, in Deutschland ab diesem Herbst keine Anzüge mehr für weniger als 400 Euro anzubieten, wird die Konzernmarke ab der kommenden Saison auch nicht mehr bei dem Onlinehändler Zalando verkauft, meldet die Fachzeitschrift "Textilwirtschaft". Boss ist mit einem Umsatzanteil von 71 Prozent die mit Abstand wichtiste Marke des Modekonzerns.

"Wir müssen in allen Vertriebskanälen sehr genau auf die richtige Positionierung achten. Also auch im Onlinebusiness. Bei Zalando passen sowohl das Umfeld als auch der Auftritt mit dem lauten Slogan 'Schrei vor Glück' nicht zum Premium-Anspruch unserer Marke Boss", zitiert die "Textilwirtschaft" Ingo Hesse, Geschäftsführer Deutschland und Österreich. Nach wie vor bei Zalando verkauft werden demnach allerdings die Linien Hugo, Boss Orange und Boss Green.

Zalando expandiert weiter


Zalando ficht dieser Rückzug vermutlich nicht unbedingt an: Der Onlinehändler wächst weiterhin stark und meldet für das erste Quartal 2013 eine Steigerung des Nettoumsatzes um 74 Prozent auf 372 Millionen Euro. "Wir sind sehr zufrieden. Basis des Wachstums sind die Erfolge in den etablierten Märkten, gleichzeitig entwickeln wir uns in den neu erschlossenen Ländern sehr gut", sagte Geschäftsführer Rubin Ritter vor wenigen Tagen in Berlin.

Im Jahr 2012 war Zalando in sieben neuen Ländern online gegangen, mittlerweile ist das Berliner E-Commerce-Unternehmen in 14 Märkten aktiv. Im Geschäftsjahr 2012 hatte Zalando mit 1,15 Milliarden Euro seinen Nettoumsatz eigenen Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. In der Kernregion DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) habe das Unternehmen zudem den Break-even erreicht. 2011 machte der Onlinehändler noch rund 60 Millionen Euro Verlust.

DH / wim

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