Unternehmen & Märkte

METRO GROUP | 11.08.2012

Trotz Urteil: Gesellschafterstreit bei Media-Saturn geht weiter

Obwohl das Oberlandesgericht München die Position der Metro im Machtkampf mit Media-Saturn-Gründer Kellerhals gestärkt hat, wird weiter gestritten. Beide Seiten sehen sich als Sieger des Urteils.

Foto:Metro

Media-Saturn: Auch das neue Urteil bringt keine endgültige Klärung der Entscheidungsbefugnisse.

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Das OLG München hatte am Donnerstag die Klage von Erich Kellerhals gegen die Einrichtung eines Beirats für operative Entscheidungen bei der Media-Saturn-Holding (MSH) abgewiesen.

Die Metro begrüßte das Urteil in einer ersten Stellungnahme als "Durchbruch in der Führungsfrage bei Media-Saturn". Es mache "den Weg frei für effiziente und schnelle Entscheidungsprozesse", sagte Metro-Vorstand Olaf Koch. 

Durch den Beirat, der über wesentliche unternehmerische Schritte mit einfacher Mehrheit entscheiden soll, will die Metro das Vetorecht von Kellerhals in der Gesellschafterversammlung aushebeln und "sicherstellen, dass notwendige Entscheidungen klar und zügig getroffen werden". 

"Metro ist keinen Millimeter weitergekommen"


Aus Sicht der Metro hat der 72-jährige Minderheitsgesellschafter Kellerhals, der 21,62 Prozent der MSH-Aktien hält, immer wieder wichtige Weichenstellungen blockiert, zum Beispiel bei der Neuausrichtung des stationären Geschäfts oder der Onlinestrategie von Media-Saturn. Die Gesellschafterversammlung kann Beschlüsse nur mit mindestens 80 Prozent der Anteile treffen.

Die Metro, die 75,4 Prozent der Anteile an Media-Saturn hält, richtete deshalb im März vergangenen Jahres den Beirat ein, gegen den Kellerhals klagte und vor dem Landgericht Ingolstadt in erster Instanz teilweise recht bekam.

Trotz der anderslautenden Entscheidung des OLG München sieht sich auch die Kellerhals-Seite nun bestärkt. "Entscheidend ist, dass die Metro keinen Millimeter weitergekommen ist. Sie kann weiter nicht durchregieren", so Kellerhals'  Anwalt Luidger Röckrath.

Das sieht die Metro anders: Das von der Metro angerufene Schiedsgericht habe befunden, dass für wesentliche operative und strategische Entscheidungen der MSH wie die Budget- und Finanzplanung oder den Erwerb und Verkauf von Unternehmen künftig der Beirat zuständig sei, teilte der Metro-Vorstand am Donnerstag mit.

DH

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