Donnerstag 02.09.2010

Unternehmen & Märkte

VERSANDHANDEL | 05.11.2009

Otto kauft Quelle-Markenrechte

Die Versandhandelsgruppe Otto hat die Rechte an der Marke Quelle und der Eigenmarken des Konzerns wie Privileg erworben. Auch das Russland-Geschäft wurde übernommen.

Otto kauft Teile des insolventen Wettbewerbers Quelle

Otto kauft Teile des insolventen Wettbewerbers Quelle

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Die Otto Group hat die Rechte an der Marke Quelle und deren Eigenmarken wie Privileg für Deutschland, Russland und weitere mittel- und osteuropäische Länder erworben. Dies umfasst die Nutzung der Marken, Logos und der meisten Internet-Domains.

Die Otto Group erklärte, sie wolle dafür Sorge tragen, dass die Abwicklung
von Quelle Deutschland dadurch nicht beeinträchtigt wird. Der Hamburger Versender sei darüber hinaus „gegenüber möglichen Investoren weiterer Quelle-Auslandsgesellschaften bereit, über die weitere Nutzung der Marken zu sprechen".

Russland-Geschäft übernommen


Otto übernimmt vollständig auch das Russland-Geschäft des insolventen Konkurrenten. Damit soll die führende Marktstellung im Wachstumsmarkt Russland ausgebaut und für die kommenden Jahre abgesichert werden, sagte Hans-Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto Group.

Aus der Insolvenzmasse der Primondo AG kaufte Otto alle Gesellschaftsanteile an der russischen Quelle-Tochter ZAO Mail Order Service. „Mit dem erworbenen Paket konnte sich die Otto Group in einem offenen Bieterverfahren gegen zahlreiche Konkurrenten durchsetzen", betonte der Verhandlungsführer Jürgen Schulte-Laggenbeck, Vorstand Finanzen und IT.

Otto und Quelle seit Jahren in Russland aktiv


Quelle ist in Russland mit Katalogen und E-Commerce seit einigen Jahren am
Markt tätig. Otto ist seit 1990 im russischen Markt aktiv.

Im Herbst 2008 wurde die Otto Group mit dem Erwerb der Marken NaDom, Meggy Mall und Health & Beauty von der russischen Direct Group sowie des dazugehörigen Logistik-Betriebs Promo Post nach eigenen Angaben zum Marktführer im russischen Distanzhandel.

Unberührt von dem Vertrag mit der Otto Group bleibt der Verkauf weiterer Primondo-Töchter wie der Kundendienst Profectis, die Call Center oder der Home Shopping Kanal HSE 24. Für diese Gesellschaften werden die Gespräche mit Interessenten weiter geführt, erklärte der Sprecher des Insolvenzverwalters Thomas Schulz.

DH

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