Unternehmen & Märkte

BAUMARKTBRANCHE | 30.08.2012

Praktiker-Aktionäre blicken in den Abgrund

Der rettende Kredit für Praktiker steht offenbar zur Disposition, die Aktie des angeschlagenen Baumarktkonzerns ist auf dem Weg zum Pennystock. Damit droht die geplante Kapitalerhöhung zu scheitern.

Foto: Hanno Bender

Der Notnagel wackelt: Düstere Aussichten für die Praktiker-Aktionäre.

+

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters droht die US-Finanzgesellschaft Anchorage ihr Angebot für das rettende 85-Millionen-Euro-Darlehen zurückzuziehen, wenn der Praktiker-Aufsichtsrat nicht alsbald zu einer Entscheidung über die Vereinbarung kommt.

Am gestrigen Mittwoch fand deshalb eine außerordentliche Sitzung des Gremiums statt, zu dem Ergebnis der Verhandlungen will der Baumarktkonzern auf Anfrage heute aber keine Stellungnahme abgeben. Die Hängepartie über die Zukunft von Praktiker geht also weiter.

Ohne das Anchorage-Darlehen droht dem Unternehmen die Insolvenz, hatte Finanzvorstand Markus Schürholz auf der diesjährigen Hauptversammlung mehrfach betont. Die Finanzgesellschaft verlangt Reuters zur Folge weitere Zugeständnisse von Banken, Kreditversicherern und den Vermieter von Max Bahr.

Darüber hinaus scheint den Hedgefonds-Managern, die bislang noch nie in Sachen Praktiker öffentlich in Erscheinung getreten sind, der Geduldsfaden zu reißen.

Der Absturz der Aktie bringt die Kapitalerhöhung in Gefahr


An der Börse reagierten die Anleger am Mittwoch auf die Unsicherheit und die vielen offenen Fragen. Der Kurs von Praktiker fiel auf 1,02 Euro, womit die beabsichtigte Kapitalerhöhung in Hohe von 60 Millionen Euro in Gefahr gerät.

Die Kapitalerhöhung ist jedoch notwendiger Bestandteil des gesamten Finanzierungskonzepts, das der amtierende Vorstand gegen den erklärten Willen der Großaktionäre durchsetzte. "Wenn nur ein Baustein fehlt, bricht das gesamte Gebäude zusammen", hatte der Praktiker-Vorstandschef Kay Hafner den Aktionären auf der Hauptversammlung eingeschärft.

Laut einem Bericht der Lebensmittel-Zeitung soll das Unternehmen derweil wieder Gespräche mit der Vertreterin der Großaktionäre, Isabella de Kranssy, aufgenommen haben. Die Österreicherin will ein alternatives Finanzierungs- und Restrukturierungskonzept realisieren - allerdings auch mit einem neuen Vorstand.

hb

Anzeige

 


Diesen Artikel verlinken:
Twitter Facebook
LinkedIn

Impressum | Datenschutz | Kontakt

Copyright: Deutscher Fachverlag GmbH; Anregungen & Kommentare an info@derhandel.de
Credits: Konzept & Layout SamArt Gbr
Credits: Konzept, Projektmanagement, Programmierung und technische Realisation dfv Internet-Service

Twitter

Anzeige

 

Anzeige

 

Printausgabe

Der Handel 12/2014

Die neue Ausgabe vom Wirtschaftsmagazin Der Handel ist erschienen!

zum Inhalt »
Infos zum Abo »

 

RETAIL ROADSHOW 2015

Retail Roadshow

Erleben Sie die Local Heroes des
New Yorker Handels gemeinsam mit uns
vom 22-26. März 2015.
Infos und Anmeldung »

 

Weiterbilden. Netzwerken. Horizont Erweitern




Management-Kurse mit Hochschulzertifikat - praxisnah, auf wissenschaftlichem Qualitätsniveau

Zum Kursangebot »



Das Premium-Seminar zu aktuellen Themen der Branche - mit Hochschulzertifikat

Mehr Informationen »

 

Zahl des Monats