Unternehmen & Märkte

BAUMARKTBRANCHE | 11.10.2012

Praktiker: Aufsichtsratschef legt Amt nieder

Der langjährige Vorsitzende Kersten von Schenck tritt als Vorsitzender des Aufsichtsrats der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker zurück. Am Freitag soll ein Nachfolger bestimmt werden.

Foto: Hanno Bender

Kersten von Schenck legt sein Amt als Aufseher von Praktiker nieder.

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Mit gerade mal zwei Sätzen teilt die Praktiker AG am heutigen Donnerstag mit, dass der langjährige Vorsitzende des Aufsichtsrats, Kersten von Schenck, "mit Wirkung zum Ablauf des heutigen Tages sein Amt niedergelegt".

Seine Nachfolge soll auf der für Freitag einberufenen außerordentlichen Aufsichtsratssitzung geregelt werden. "Zu den Hintergründen ist uns noch nichts bekannt", heißt es aus der Unternehmenszentrale auf Anfrage von derhandel.de

Von Schenck war seit dem Börsengang im November 2005 Aufsichtsratsvorsitzender der Praktiker AG. Die Aktionäre verweigerten ihm bei der Hauptversammlung in diesem Juli die Entlastung - wie dem gesamten Aufsichtsratsgremium und dem im Geschäftsjahr 2011 amtierenden Vorstand.

Entlastung verweigert, kein Vertrauen der Großaktionäre


Die Vertreterin der Großaktionäre Semper Constantia und Maseltov, Isabella de Krassny, hatte den Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung zum Rücktritt aufgefordert. Inzwischen haben sich Vorstand und de Krassny nach langwierigen Verhandlungen auf ein neues Finanzierungskonzept verständigt, bei dem die Semper Constantia Bank eine gewichtige Rolle spielt.

Für das neue Finanzierungskonzept, mit dem die notwendige Restrukturierung finanziert werden soll, muss der Konzern nun als nächstes eine Kapitalerhöhung in Höhe von 60 Millionen Euro stemmen. Der Finanzinvestor Clemens Vedder und der österreichische Investor Donau Invest garantierten vergangenen Freitag zwei Drittel dieser Summe zu übernehmen, um Vertrauen für die anstehende Kapitalmaßnahme zu gewinnen. Die Donau Invest gehört einer Stiftung des Ehemanns von de Krassny.

Im Falle einer erfolgreichen Kapitalerhöhung erhält Praktiker ein Bankdarlehen von 20 Millionen Euro, über einen weiteren 15 Millionen-Euro-Kredit wird immer noch verhandelt.

hb

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