Unternehmen & Märkte

LOGISTIK | 29.08.2012

Retouren belasten Paketdienstleister

Anbieter für Paket- und Expresssendungen wachsen dank Onlinehandel weiter. Ein steigendes Kostenproblem sei allerdings der zunehmende Anteil an Retouren im E-Commerce.

DHL-Lieferung: Retouren als Kostenfalle. Foto: DHL

DHL-Lieferung: Retouren als Kostenfalle. Foto: DHL

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Die europäischen Paketdienstleister, darunter der deutsche Branchenprimus Deutsche Post/DHL, verzeichnen laut einer Marktstudie ein stabiles Wachstum. Dazu trage vor allem auch der boomende Online-Handel bei.

Ein steigendes Kostenproblem sei allerdings der zunehmende Anteil an Retouren im E-Commerce, etwa bei Textilien und Bekleidung. Dies geht aus einer aktuellen Branchenstudie der Unternehmensberatung A.T. Kearney hervor.

Die Umsätze stiegen laut Studie 2011 wie auch schon 2010 um vier Prozent und lagen im vergangenen Jahr bei 47,2 Milliarden Euro. Jedoch sei der Umsatz pro Sendung trotz offizieller Preissteigerungen auf ein neues Tief gesunken.

Vor allem preisgünstige Standardsendungen seien stärker gefragt gewesen. Kunden wählen statt der teureren Expresssendungen lieber Lieferungen mit einer etwas längeren Laufzeit, um die Kosten gering zu halten.

Retouren im Onlinehandel als Kostenproblem


Da immer mehr E-Commerce-Unternehmen als Spezialisten in Segmenten mit einem höheren Anteil an Rücksendungen wie Bekleidung in den Markt treten, müssen laut A.T. Kearney die Dienstleister entweder alternative Lösungen entwickeln, um dem steigenden Kostendruck zu begegnen, oder sie müssen die Preise erhöhen - wobei der letztere Ansatz recht unwahrscheinlich sei.

In dem Fall, dass Retouren per Festpreis festgelegt werden, können dem Dienstleister Kosten entstehen. Liegt die Retourenquote per Fixpreis beispielsweise bei 20 Prozent und es entstehen jedoch 40 Prozent Retouren, so trägt der Paketdienstleister die Kosten. Die finanzielle Belastung für den Dienstleister durch Retouren ist also vom Vertrag abhängig.

Sendungsmengen wachsen weiter


Bis 2014 sei mit weiterem Anstieg der Sendungsmengen zu rechnen. Dominiert wird der europäische Markt immer stärker von den Branchengrößen, die sich auf ein weites internationales Netzwerk stützen.

Die sechs großen Unternehmen Deutsche Post/DHL, Fedex, La Poste/DPD, Royal Mail/GLS, TNT und UPS deckten mittlerweile 91 Prozent des Marktes für internationale Expresssendungen ab. Noch unklar ist, wie sich der geplante Zusammenschluss zwischen UPS und TNT auswirken wird.

dpa / DH

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