Donnerstag 02.09.2010

Unternehmen & Märkte

ROSSMANN | 15.04.2009

Rossmann: 100 neue Läden, 1.000 neue Jobs

Von der Krise spürt Firmenchef Dirk Roßmann bislang nichts. Also will der Drogeriefilialist im gleichen Tempo wie bisher expandieren.

Foto: Rossmann

100 neue Läden sollen 2009 allein in Deutschland eröffnet werden.

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Deutschlands drittgrößte Drogeriemarktkette Rossmann will in diesem Jahr trotz der Wirtschaftskrise und des harten Wettbewerbs ihr hohes Wachstumstempo beibehalten. "Wir haben bis heute die Krise definitiv nicht gespürt", sagte Firmenchef Dirk Roßmann am Mittwoch in Burgwedel bei Hannover. Alleine in Deutschland sollen in diesem Jahr 100 neue Läden mit 1.000 neuen Jobs eröffnet und 50 Millionen Euro investiert werden. Roßmann sprach von "Wachstum durch Verdichtung".

Der Marktanteil von derzeit 21 Prozent in der deutschen Drogeriebranche soll mittelfristig auf 25 Prozent steigen. Rossmann betreibt derzeit rund 1500 Drogeriemärkte in Deutschland. Vor allem in Süddeutschland sieht Rossmann noch Potenzial. Als Beispiel nannte das Unternehmen die Großräume Stuttgart und Karlsruhe. Dort will die Gruppe verstärkt der vor allem im Süden starken Nummer zwei der Branche, dm, Paroli bieten.

Traditionell stark im Norden


Rossmann ist traditionell stark im Norden, dort geht Konkurrent dm in die Offensive. Der Abstand zwischen dm und Rossmann habe sich in den vergangenen Jahren stetig verringert, hieß es. Branchenprimus ist Schlecker, die Kette hat aber im Gegensatz zu Rossmann und dm vor allem Läden auf dem Land.

Die Wirtschaftskrise sei bei dem Unternehmen noch nicht angekommen, sagte Firmenchef Roßmann. Die Leute sparten bei Fernreisen und größeren Anschaffungen, aber nicht bei Windeln und Zahnpasta. Dazu kämen die niedrigen Preise.

Umsatzplus gut acht Prozent


Im ersten Quartal 2009 stieg der Umsatz auf dem Hauptmarkt Deutschland um 8,4 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet die Drogeriekette einen Gesamtumsatz zwischen 4,2 und 4,4 Milliarden Euro. Die genaue Höhe sei abhängig von der Entwicklung der Wechselkurse in Osteuropa. Rossmann ist aktiv in Polen, Ungarn, Tschechien und seit kurzem auch in Albanien. In diesem Jahr sollen in Polen, Ungarn und Tschechien 83 neue Märkte dazukommen, bisher sind es rund 640 Läden.

Im vergangenen Jahr war der Umsatz der Rossmann-Gruppe mit konzernweit 24 500 Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 21,5 Prozent auf 3,85 Milliarden Euro gestiegen. Dies lag vor allem auch an den dazugekommenen Läden des 2007 übernommenen norddeutschen Konkurrenten Kloppenburg. Die Umsatzrendite lag bei 2,5 Prozent vor Steuern. Details nannte Rossmann nicht.

dpa

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