Unternehmen & Märkte

ROSSMANN-BILANZ | 03.07.2012

Rossmann profitiert vom "Schlecker-Effekt"

Deutschlands zweitgrößte Drogeriekette hat im ersten Halbjahr erneut stark zugelegt: Nach der Schlecker-Insolvenz konnte Rossmann Marktanteile hinzugewinnen.

Foto: Hanno Bender

Rossmann freut sich über erhöhten Kundenzulauf.

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Der Drogerieanbieter aus Burgwedel bei Hannover konnte seinen Umsatz zwischen Januar und Juni 2012 auf knapp 2,73 Milliarden Euro steigern. Das waren 12,8 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres, teilte Rossmann am Dienstag mit.

Die Niedersachsen sind seit der Insolvenz des Rivalen Schlecker im Januar die Nummer zwei in der deutschen Drogeriebranche. Vor ihnen liegt der Konkurrent dm aus Karlsruhe.

Das Unternehmen beobachtet weiter die Entwicklung bei der Schlecker-Tochter IhrPlatz, nachdem es die Erwartungen an eine mögliche Übernahme einzelner Filialen zunächst gedämpft hatte.

Das Kapitel IhrPlatz noch nicht abgeschlossenn


Dass sich nun doch weitere Interessenten für IhrPlatz gemeldet hätten, sei überraschend: "Da ist wohl doch noch Bewegung drin. Anscheinend ist das Kapitel IhrPlatz in der Branche doch noch nicht abgeschlossen", hieß es bei Rossmann. 

Während Rossmann 2011 rund 5,12 Milliarden Euro erlöste und derzeit 33.000 Beschäftigte hat, kam dm im Geschäftsjahr 2010/11 (30. September) mit 39.100 Mitarbeitern auf etwa 6,17 Milliarden Euro.

Angaben zum Gewinn machte Rossmann nicht. Vor Zinsen und Steuern hatten die inzwischen 2.578 Märkte von Firmengründer Dirk Roßmann im vorigen Jahr über 150 Millionen Euro verdient. Unterm Strich kam das Unternehmen auf mehr als 100 Millionen Euro, Details wurden bei der Bilanzvorlage im April nicht genannt. "Die Entwicklung der Erträge ist grundsätzlich positiv", berichtete ein Sprecher.

Ein Grund für die guten Zahlen sei auch der "Schlecker-Effekt": Durch das Scheitern des ehemaligen Branchenführers konnte sich Rossmann weitere Marktanteile sichern. "Die Höhe dieser Wirkung ist aber schwierig einzuschätzen", hieß es.

Zudem seien Faktoren wie die Erweiterung des eigenen Sortiments wichtiger als die Schwäche von Wettbewerbern. Der Umsatz soll 2012 auf 5,8 Milliarden Euro wachsen.

dpa

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