Unternehmen & Märkte

SCHLECKER-INSOLVENZ | 09.10.2012

Rossmann übernimmt 2.000 Schlecker-Frauen

Dank Rossmann ist wenigstens ein Teil der früheren Beschäftigten von Schlecker wieder im Job. Das Gros der Mitarbeiter hofft allerdings immer noch auf eine neue Anstellung.

Leerstand, Foto: Crescenti

Leerstand: Viele Schlecker-Filialen benötigen Nachmieter, ehemalige Mitarbeiter suchen Jobs.

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Die Drogeriemarktkette Rossmann hat nach eigenen Angaben inzwischen bundesweit mehr als 2.000 frühere Beschäftigte des insolventen ehemaligen Rivalen Schlecker und der Schlecker-Tochter IhrPlatz eingestellt.

Wie das Unternehmen am Dienstag in Burgwedel bei Hannover zudem mitteilte, liegt die Zahl der übernommenen IhrPlatz-Filialen derzeit bei 100. Der überwiegende Teil der früheren Schlecker-Mitarbeiter ist weiblich.

Ursprünglich hatte Rossmann geplant, 104 Standorte weiterzuführen - bei einigen seien die Verhandlungen über die Mieten aber noch nicht abgeschlossen, hieß es.

30 Azubis wechseln die Seite


Die neuen Mitarbeiter stammen aus eingegliederten IhrPlatz-Filialen, daneben hätten sich auch Schlecker-Kollegen selbst bei Rossmann beworben. Zusätzliche Jobs gab es sowohl in den Verkaufsstellen als auch in der Logistik. Außerdem kamen rund 30 Auszubildende von IhrPlatz bei Rossmann unter - auch solche, die zuvor nicht in den übernommenen IhrPlatz-Filialen arbeiteten.

Insgesamt beschäftigt Rossmann in Deutschland nun rund 23.000 Menschen. Rechnet man die Auslandsfilialen dazu, sind es mittlerweile etwa 36.000, teilt das Unternehmen mit. Für das laufende Geschäftsjahr peilen die Niedersachsen einen Umsatz von sechs Milliarden Euro an, 2011 waren es 5,12 Milliarden.

Auch LEH profitiert von Schlecker-Pleite


In der vergangenen Woche hatte die Bundesagentur für Arbeit berichtet, dass von den ursprünglich 23.300 arbeitslos gemeldeten früheren "Schlecker-Frauen" deutschlandweit noch immer 14.000 auf Jobsuche sind. Wegen der im Januar bekanntgewordenen Schlecker-Pleite hatten zunächst insgesamt 25.000 Menschen ihre Arbeit verloren.

Zuletzt hatte Edeka Südwest ausdrücklich um ehemalige Schlecker-Mitarbeiter geworben.

Nach Einschätzung der GfK in Nürnberg kann neben Rossmann und dem Karlsruher Wettbewerber dm auch der Lebensmittelhandel vom Aus der einstigen Traditionskette profitieren: Viele frühere Schlecker-Kunden kauften jetzt ihre Drogerieartikel in normalen Supermärkten ein.

dpa

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