Unternehmen & Märkte

SCHLECKER-INSOLVENZ | 06.03.2012

Wer von Schleckers Niedergang profitiert

Der Absturz von Schlecker bleibt nicht ohne Folgen für den gesamten Einzelhandel. So setzen nicht nur direkte Konkurrenten neuerdings mehr Drogerieprodukte ab. 

Schlecker-Filiale, Foto: Steffen Gerth

Schlecker-Filiale: Angeschlagenes Schwergewicht

+

Von den Problemen bei Schlecker hat nach Erkenntnissen von Konsumforschern neben der direkten Konkurrenz auch der Lebensmitteleinzelhandel profitiert. So habe etwa Penny mit seinem neuen Ladenkonzept speziell bei Körperpflege-Produkten und Kosmetik seinen Umsatz im Januar zweistellig steigern können, berichtete die Nürnberger GfK am Dienstag. Auch Rewe und Edeka seien in diesem Sortimentsbereich stark auf dem Vormarsch.

Aber auch andere Drogerieketten hätten im Januar als Folge der Probleme bei Schlecker zulegen könne, berichtete die GfK. So hätten etwa die Drogeriemarktketten Rossmann und dm im Januar deutlich mehr Umsatz erzielt als im Vorjahresmonat. Vor allem Rossmann habe mit aggressiven Werbekampagnen versucht, dem insolventen Konkurrenten Umsatzanteile abzujagen.

Interessanter Drogeriemarkt


Branchenweit habe allerdings der Markt für Drogeriewaren stagniert. Das liegt nach GfK-Erkenntnissen auch daran, dass das "Schwergewicht Schlecker" bei der Körperpflege und bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln zweistellig Umsatz eingebüßt hat. Die Drogeriekette Schlecker hatte am 23. Januar Insolvenzantrag gestellt, nachdem ein kurzfristiger Zahlungsausfall in zweistelliger Millionenhöhe nicht aufgefangen werden konnte.

Nach Einschätzung der Marktforscher bleibt der Markt für Drogeriewaren für den Handel trotzdem interessant, wie die Absatzentwicklung der vergangenen fünf Jahre zeige. Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE-Handelsberatung, hatte bereits betont, dass der deutsche Verbraucher Drogeriemärkte zu schätzen wisse.

Während zwischen 2006 und 2011 etwa 3,7 Prozent weniger Molkereiprodukte und 3,1 Prozent weniger Frischwaren verkauft wurden, stieg der Absatz von Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln in diesem Zeitraum um 3,8 Prozent. Der Absatz von Körperpflegeprodukten und Kosmetik legte sogar um 5,7 Prozent zu.

dpa

Anzeige

 


Diesen Artikel verlinken:
Twitter Facebook
LinkedIn

Impressum | Datenschutz | Kontakt

Copyright: Deutscher Fachverlag GmbH; Anregungen & Kommentare an info@derhandel.de
Credits: Konzept & Layout SamArt Gbr
Credits: Konzept, Projektmanagement, Programmierung und technische Realisation dfv Internet-Service

Anzeige

 

Anzeige

 

Printausgabe

Der Handel Ausgabe 07-08/2014

Die neue Ausgabe vom Wirschaftsmagazin Der Handel ist erschienen!

zum Inhalt »
Infos zum Abo »

 

RETAIL ROADSHOW 2014

Retail Roadshow

Erleben Sie die Local Heroes des
New Yorker Handels gemeinsam mit uns
vom 19-23. Oktober 2014.
Infos und Anmeldung »

 

Weiterbilden. Netzwerken. Horizont Erweitern




Management-Kurse mit Hochschulzertifikat - praxisnah, auf wissenschaftlichem Qualitätsniveau

Zum Kursangebot »



Das Premium-Seminar zu aktuellen Themen der Branche - mit Hochschulzertifikat

Mehr Informationen »

 

Zahl des Monats