Donnerstag 02.09.2010

Unternehmen & Märkte

SPORTFACHHANDEL | 03.03.2010

SportScheck tritt gegen Karstadt an

Im September eröffnet SportScheck einen Flagship-Store in Berlin. Der Filialist will Karstadt Sports die Vorherrschaft streitig machen und forciert die Expansion.

Die 16. Filiale von SportScheck. Foto: Lührmann

Die 16. Filiale von SportScheck eröffnet im September in der Hauptstadt.

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Anfang November 2010 eröffnete SportScheck die neue Frankfurter Filiale, nun gibt es wieder Neuigkeiten von dem Münchener Unternehmen: Der Sportfachhändler wird eine rund 4.500 Quadratmeter große Einzelhandelsfläche in der Schloßstraße 20 in Berlin-Steglitz beziehen, teilt das Maklerunternehmen Lührmann mit.

Noch im September dieses Jahres will SportScheck den neuen Laden eröffnen und damit dem Ziel, Marktführer in Deutschland zu werden, "ein gutes Stück weit näher kommen".

Die Lücke von Karstadt Sports schliessen


Das zur Otto Group gehörende Unternehmen greift derzeit nach der Vormachtstellung des zur insolventen Arcandor AG gehörenden Mitbewerbers Karstadt Sports und strebt bis zu 30 neue Filialen in den nächsten fünf Jahren an. Dabei sind auch Übernahmen nicht auszuschließen.

Für die 16. Filiale in Berlin ist Großes geplant: Der Standort soll nicht nur einer der zentralen Anlaufpunkte der Schloßstraße sein, sondern das "führende Sportkaufhaus in Deutschland" werden. SportScheck will diesen Anspruch auch mit der Architektur des Hauses unterstreichen: Ein event-orientierter Innenausbau und eine futuristische Fassade aus Glas und Beton sind für den Flagship-Store geplant.

Flagship-Store in passender Umgebung


Damit fügt sich SportScheck gut in die Umgebung ein: "Die Einkaufsmeile Schloßstraße ist derzeit eine der am heißesten gehandelten Einzelhandelslagen Berlins, an der sich ein Millionenprojekt an das nächste reiht", sagt Mario Hampel, Prokurist bei Lührmann.

Unter anderem will der Projektentwickler Multi Development dort nächstes Jahr am ehemaligen Karstadt- und Wertheim-Standort für fast 400 Millionen Euro ein "zweites KaDeWe" eröffnen. Gleichzeitig wird die gesamte Infrastruktur des Boulevards für mehrere Millionen Euro erneuert.

Auch C&A war an dem Standort interessiert


Der Putz des neues SportSchecks ist noch nicht ganz trocken: Auf den Grundmauern des alten Woolworth entstand in den letzten Monaten ein fünfstöckiges Geschäftshaus, das neben der SportScheck-Filiale voraussichtlich noch zwei Büroetagen beheimaten wird.

Eigentlich hatte sich schon die C&A-Tochter Avanti die begehrte Ladenfläche gesichert. Nachdem der Mutterkonzern jedoch das Aus für das Discount-Modekonzept verkündete, nahm SportScheck die Gelegenheit war.

DH

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