Donnerstag 24.05.2012

Unternehmen & Märkte

TEXTILHANDEL | 16.10.2009

Stefanel expandiert weiter in Deutschland

Der Bekleidungskonzern Stefanel hat eine Filiale in Frankfurt eröffnet. Dort hat das Innendesign Weltpremiere - und soll bald alle Läden der Italiener auf dem Globus zieren.

Stefanel neu in Frankfurt Foto: TW/Stefanel

Stefanel neu in Frankfurt

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Der italienische Bekleidungskonzern Stefanel expandiert kräftig in Deutschland. Nachdem im September ein Geschäft in Leipzig eröffnet wurde, ist jetzt auch im Frankfurter Steinweg ein 220 Quadratmeter großer Laden hinzugekommen.
 
Es sollen noch bis Ende des Jahres Geschäfte in Berlin (Rosenthaler Straße), Hamburg (Neuer Wall) und Stuttgart (Königstraße) folgen, meldet die Fachzeitschrift "Textilwirtschaft", die wie Der Handel im Deutschen Fachverlag erscheint.

"Wir wollen weiter wachsen"


Demnach gibt es derzeit 23 Geschäfte in Deutschland. "Deutschland ist der wichtigste Markt in Europa, und wir wollen weiter wachsen", wird Präsident Giuseppe Stefanel zitiert. Mindestens fünzig Läden seien das Ziel.

Die Umsätze in Deutschland und Österreich sind nach Angaben von Massimo Tobaldo, der als Geschäftsführer für beide Märkte zuständig ist, in diesem Jahr flächenbereinigt zweistellig gewachsen. 2008 wurden in den beiden deutschsprachigen Märkten zusammen rund 25 Millionen Euro erlöst. In Österreich gibt es fünf Geschäfte.

Stefanel will offenbar auch das sogenannte Wholesale-Geschäft ausbauen: Derzeit gibt es in Deutschland etwa 15 Wholesale-Kunden, darunter Breuninger, Ludwig Beck und Wöhrl. Es gibt zwei Showrooms in München und Düsseldorf.

Schicker und teurer


Seit drei Jahren wird die Marke Stefanel zudem eleganter: Design und Materialien sind hochwertiger, die Durchschnittspreise sind um 15 bis 20 Prozent gestiegen, hat "Textilwirtschaft" beobachtet.

Den Qualitätsanspruch solle das auch ein neues Laden-Design zum Ausdruck bringen, für das sich das Architekturbüro Sybarite in London verantwortlich zeigt: In dem Frankfurter Laden hat das neue Ladendesign Weltpremiere und soll sukzessive an allen 580 Verkaufspunkten in dreißig Ländern installiert werden: Kurvige Warenträger aus weiß-glänzendem Fiberglas kontrastieren beispielsweise zu grau-mattem Steinboden.

Neuer Chef von Hallhuber


Vor wenigen Wochen hat Stefanel den Münchner Bekleidungs-Filialisten Hallhuber an den Investor Change Capital verkauft. Bis Ende des Jahres soll die komplette Trennung erfolgen. Dann will Stefanel in neue Räumlichkeiten ziehen.

Deutschland-Geschäftsführer Tobaldo soll sich dann endgültig bei Hallhuber zurückziehen. Ein neuer Chef des Münchner Traditionshauses sei bereits rekrutiert, sein Name werde in den kommendenWochen bekannt gegeben, teilt Stefanel mit.

wim

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