Unternehmen & Märkte

TEXTILHANDEL | 27.08.2009

Top-Ten-Modehändler verlieren Umsatz

Mit einem Umsatz von zusammen rund 21,5 Milliarden Euro erlösten die zehn größten Modehändler in Deutschland 2008 etwa 300 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.

Arcandor-Tochter Karstadt: Konzern nach wie vor auf Rang eins der Modehändler

Nach wie vor auf Rang eins der Modehändler: Arcandor mit der Tochtergesellschaft Karstadt

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Nur vier der führenden deutschen Modehändler konnten ihre Umsätze steigern. Das lässt sich aus dem Ranking "Die Größten im deutschen Textileinzelhandel" des Fachblatts TextilWirtschaft ablesen, das jetzt zum 25. Mal die Marktentwicklung dokumentiert.

Nach wie vor auf Rang eins steht die Karstadt-Muttergesellschaft Arcandor, doch beim Geschäft mit Mode und Textilien blieb das Unternehmen 2008 um geschätzt 1,3 Prozent unter dem Vorjahreswert und erlöste 4,1 Milliarden Euro.

Von den Top Ten erzielte Tengelmann mit plus 4,7 Prozent (geschätzt) den höchsten Zuwachs und kam auf 1,6 Milliarden Euro. Marktbeobachtern zufolge ist das ausschließlich auf den Erfolg des Textildiscounters Kik zurückzuführen.

H&M und Otto mit Plus


Zulegen in der Reihe der größten zehn Unternehmen konnte mit plus 3,4 Prozent einmal mehr H&M (2,5 Milliarden Euro), und auch der Versender Otto hat in Deutschland wieder ein Umsatzplus mit Mode erzielt (geschätzt 2,2 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro), nachdem die Textilumsätze der Hamburger 2007 um 4 Prozent gesunken waren.

Bei C&A reichte der hauchdünne Zuwachs von 0,7 Prozent (2,9 Milliarden Euro) sogar, um mit der Metro den vierten gegen den dritten Rang zu tauschen. Allerdings hat die Metro AG 2008 ihre Vertriebslinie Adler an den Finanzinvestor BluO veräußert, unter anderem dadurch sank der Umsatz auf geschätzt 2,5 Milliarden Euro.

Größere Veränderungen gab es auch bei Tchibo. Das Hamburger Unternehmen mit wöchentlich rollierendem Sortiment befindet sich in einer Phase der Neuausrichtung und hat 2008 sein Filialnetz von 1.000 auf etwa 900 Läden und den Umsatz von 1.023 auf 931 Millionen Euro (geschätzt) verkleinert.

Discounter verlieren Textilumsatz


Nachdem Aldi und Lidl in den vergangenen Jahren mit dem Ausbau ihrer Non-Food-Sortimente auch die Umsätze mit Textilien enorm gesteigert haben, lief das Geschäft 2008 nicht rund.

Bei Aldi Nord und Süd zusammen sanken die Textilumsätze um geschätzt 2,6 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Nach Ansicht von Marktbeobachtern gingen bei Lidl die Textilumsätze um 2 Prozent zurück, das Unternehmen erwirtschaftete schätzungsweise 1,02 Milliarden Euro.

Das Ranking der 84 größten Textilunternehmen und weiteren Informationen ist in der TextilWirtschaft erschienen.

DH

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