Unternehmen & Märkte

VERKAUFSKAUFKANAL DER ZUKUNFT | 10.02.2016

Otto? Smartphone!

Die Otto Group hat keine Angst vor der digitalen Transformation - sondern will sie vorantreiben. Der Kunde wird beim Einkaufen immer mobiler, also geht der Hamburger Konzern mit. Mit aller Konsequenz.

Smartphone-Nutzerin: Nie ohne aus dem Haus, Foto: Lupo / pixelio.de

Smartphone-Nutzerin: Nie ohne aus dem Haus, Foto: Lupo / pixelio.de

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Der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group setzt auf das Smartphone als wichtigsten Kaufkanal der Zukunft. Tischcomputer verlieren gegenüber mobilen Endgeräten beim Online-Shopping an Bedeutung und Smartphones dominieren den mobilen Sektor, wie Otto am Mittwoch in Hamburg mitteilte.

Otto habe sich auf den Weg gemacht, den gesamten Konzern zu einer mobil getriebenen Unternehmensgruppe zu entwickeln, sagte der Chefstratege und stellvertretende Vorstandschef Rainer Hillebrand. Große Tochtergesellschaften der Gruppe erwirtschaften 90 Prozent ihrer Umsätze online und davon mehr als die Hälfte über Smartphones. "Es ist das zentrale Tool für den Zugang zu unseren Kunden."

In Deutschland ein Umsatzplus von 10 Prozent


Im laufenden Geschäftsjahr (Stichtag 29.2.) erhöhte sich der weltweite Umsatz der Otto Group im elektronischen Handel vorläufigen Zahlen zufolge um 6,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. "Die Steigerung wäre noch höher ausgefallen, wenn nicht Umsätze in problematischen Märkten wie Russland und Frankreich rückläufig gewesen wären", sagte Hillebrand.

In Deutschland lag das Plus bei zehn Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Die Otto Group ist weltweit die Nummer zwei im elektronischen Handel nach Amazon und führend in Bereichen wie Mode, Möbel, Spielwaren und Sportartikel.

Kunden mitnehmen in die digitale Welt


"Wir fürchten die digitale Transformation nicht, sondern treiben sie voran", erklärte der stellvertretende Konzernchef. Erst in den kommenden Jahren werde deutlich werden, wie tiefgreifend sich die wirtschaftlichen Prozesse durch die Digitalisierung verändern. Das ziehe auch einen erheblichen Kulturwandel auf allen Hierarchieebenen der Otto Group nach sich. Zu der Gruppe gehören mehr als 100 Onlineshops verschiedener Marken. "Wir wollen unseren großen Kundenkreis mitnehmen in die digitale Welt", sagte Hillebrand.

Die Entwicklung neuer Apps und weiterer mobiler Angebote habe für Otto die höchste Priorität. Dazu werden nicht nur Digital-Vorstände in den Tochtergesellschaften installiert, sondern auch spezielle Labore eingerichtet, in denen Experten die Konzernunternehmen strategisch und operativ in Mobile-Commerce-Projekten unterstützen.

Zudem will Otto künftig auch seinen Datenbestand vermarkten. "Wir kennen die Hälfte aller deutschen Frauen, weil sie bei uns einkaufen", sagte Torsten Ahlers, Chef der neuen Otto Group Media. Frauen treffen rund 80 Prozent der Konsumentscheidungen in Deutschland und sind deshalb eine wichtige Zielgruppe für Werbetreibende. Mit Hilfe der Otto-Daten könnten Unternehmen Frauen sehr viel zielgerichteter ansprechen und Streuverluste vermeiden.

dpa

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